Begabungsförderung am GymBo Begabungsverständnis

Wir, die Lehrerinnen und Lehrer des Gymnasiums Bornbrook, haben es uns zur Aufgabe gemacht unseren Unterricht und die Erziehung unserer Schülerinnen und Schüler so zu gestalten, dass diese in ihren individuellen Fähigkeiten und Begabungen sowie Interessen und Neigungen gestärkt und bis zur vollen Entfaltung ihrer Leistungsfähigkeit gefördert und gefordert werden.

Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern eine Vielzahl additiver Angebote, wie Wettbewerbe, Projekte und AGs, sowie integrativer Angebote, wie offene Hausaufgaben, komplexe Aufgabenstellungen, Lernen durch Lehren, Präsentationsleistungen, Projektarbeit, Vorbereitung auf Wettbewerbe oder ggf. das Springen von Klassenstufen an, um sie so bestmöglich in ihren Stärken und Begabungen fördern zu können.

Die Kernpunkte des Konzepts unserer Schule liegen in der Aufteilung der Förderung in fünf Begabungsbereichen

  • sprachlich-literarischer Bereich
  • mathematisch-naturwissenschaftlicher Bereich
  • gesellschaftswissenschaftlich-philosophischer Bereich
  • künstlerischer Bereich und
  • sportlicher Bereich,

welche jeweils von einem Coach für Begabungsförderung (CBF) betreut und von der Fachkraft für Begabtenförderung (FBF) koordiniert werden.

Für das Gymnasium Bornbrook steht im Vordergrund, dass es sich bei der Begabtenförderung nicht nur um die Förderung hoch- und höchstbegabter, sondern um die Wahrnehmung und Wertschätzung der Stärken und (Teil-)Begabungen leistungsstarker, besonders begabter und hochbegabter Schülerinnen und Schüler handelt. Daher ist schulspezifisch von einer Begabungs- und nicht Begabtenförderung die Rede.

Alle drei Jahre findet an unserer Schule der Talentwettbewerb "GymBo Talent" statt, bei welchem unsere Schülerinnen und Schüler jahrgangs- und fächerübergreifend ihre besonderen Talente der Schulöffentlichkeit zeigen können.

Zum Ende jedes Schuljahres werden traditionell an unserer Schule Ehrungen durchgeführt, bei welchen die besonderen Leistungen aller Schülerinnen und Schüler von der Schulgemeinschaft in den fünf Begabungsbereichen sowie für das jahrgangsbeste Zeugnis und soziales Engagement gewürdigt werden.

In Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut Hamburg befinden wir uns seit dem Schuljahr 2016/2017 im Prozess der Umsetzung unseres Konzeptes zur Begabtenförderung mit dem Ziel dieses kontinuierlich weiter zu entwickeln.

 

Vanessa Overmann

(Fachkraft für Begabtenförderung/Wettbewerbsleitung)

Begabungsbereiche

Zur Umsetzung des Schulkonzeptes für Begabungsförderung am GymBo werden die Begabungen in fünf jahrgangsübergreifende Begabungsbereiche unterteilt. Die Koordination dieser Bereiche übernimmt die Fachkraft für Begabungsförderung (FBF). Die Betreuung und Begleitung der jeweiligen Bereiche wird durch jeweils einen Coach für Begabtenförderung (CBF) vorgenommen. Grundsätzlich gibt es eine jahrgangsübergreifende Coaching-Zeit pro Woche für jeden der Begabungsbereiche, z. B. an einem Tag in der 7. Stunde. Das Coaching kann bei Bedarf auch flexibel von den Coaches eingesetzt werden und unterschiedliche Formen annehmen, wie z. B. offene Sprechstunden, gemeinsame Treffen, individuelle Unterrichtsbesuche zur Feststellung von Förderbedarf, Beratungsgespräche mit Eltern zum Thema Enrichment oder Akzeleration oder Betreuung von Wettbewerben und Projekten.

Förderprozess

Schritt I: Diagnostik

Der Vorschlag für die Begabtenförderung erfolgt zum Schuljahreshalbjahr in der Zeugniskonferenz durch die Klassenleitung und die Fachlehrer. Die folgende Diagnostik geschieht durch den Coach des jeweiligen Begabungsbereiches auf Grundlage der Checkliste durch Beobachtungen, Unterrichtsergebnisse, KERMIT-Untersuchungen und ggf. Testungen. Es kann zur Klärung von Förderbedarf eine Unterrichtshospitation durch den Coach mit Hilfe des Beobachtungsbogens für den jeweiligen Begabungsbereich sowie eine Intelligenztestung durch den Sonderpädagogen der Schule durchführt werden. Für jeden diagnostizierten Schüler wird ein Portfolio erstellt bzw. weiter geführt, welches die Fördermaßnahmen als Entwicklungsprozess festhält und zur Dokumentation für die Begabungsförderung bis zum Schulabschluss dient.

Schritt II: Förderangebot

Das Portfolio ist die Gesprächsgrundlage, um als Coach gemeinsam mit Schüler und Eltern integrative Maßnahmen und/oder additive Angebote in einem der Begabungsbereiche festzulegen. Die integrativen Maßnahmen und/oder additiven Angebote werden aus dem Überblick der Fördermöglichkeiten ausgewählt und im Portfolio festgehalten. Das Förderangebot kann, muss aber nicht angenommen werden. Wenn aus pädagogischer Sicht eine Förderung als notwendig angesehen wird,  können Eltern und Schüler zu einem verbindlichen Beratungsgespräch in der Sprechstunde der Fachkraft für Begabungsförderung (FBF) gebeten werden oder diese in Anspruch nehmen.

Schritt III: Begleitung

Die Begleitung der Schüler mit besonderen Begabungen erfolgt durch einen Coach für Begabungsförderung (CBF) in dem jeweiligen Begabungsbereich während des gesamten Schuljahres. Zu Beginn des Schuljahres, zum Halbjahr und zum Ende des Schuljahres findet jeweils ein gemeinsames jahrgangsübergreifendes Treffen von den Coaches mit den Schülern ihres Begabungsbereiches statt. Dieses dient dazu, den jeweiligen Coach kennen zu lernen, Kontakte mit anderen Schülern mit einer ähnlichen Begabung zu knüpfen, Fragen zu beantworten, Ideen, Wünsche und Probleme auszutauschen sowie weitere Treffen und Projekte zu planen. 

Schritt IV: Auswertung

Die Auswertung des Förderprozesses wird in einem gemeinsamen Gespräch mit Schüler und Eltern sowie Lehrern am Schuljahresende durch einen Vermerk im Portfolio für die Weiterarbeit im folgendem Schuljahr vorgenommen.

Begabunsförderung in 5 Begabungsbereichen

Hier ein Link zu einem Talk zum Thema Begabtenförderung:

TED-Conference "Do Schools Kill Creativity"

FAQs

Was genau ist das Konzept zur Begabtenförderung am Gymnasium Bornbrook?

Die Kernpunkte des Konzepts unserer Schule liegen in der Aufteilung der Förderung in fünf Begabungsbereichen

  • sprachlich-literarischer Bereich
  • mathematisch-naturwissenschaftlicher Bereich
  • gesellschaftswissenschaftlich-philosophischer Bereich
  • künstlerischer Bereich und
  • sportlicher Bereich,

welche jeweils von einem Coach für Begabungsförderung (CBF) betreut und von der Fachkraft für Begabtenförderung (FBF) koordiniert werden. 

Warum wird am GymBo von Begabungs- und nicht Begabtenförderung gesprochen?

Für uns steht im Vordergrund, dass es sich bei der Begabtenförderung nicht nur um die Förderung hoch- und höchstbegabter, sondern um die Wahrnehmung und Wertschätzung der Stärken und (Teil-) Begabungen leistungsstarker, besonders begabter und hochbegabter Schülerinnen und Schüler handelt. Daher ist schulspezifisch von einer Begabungs- und nicht Begabtenförderung die Rede. 

Was bedeutet FBF und CBF?

FBF ist die Abkürzung für Fachkraft für Begabtenförderung. Diese Bezeichnung erhalten Lehrkräfte, die eine zweijährige Ausbildung am Landesinstitut Hamburg absolviert haben. An unserer Schule ist dies Frau Overmann, die für die Koordination sowie als Ansprechpartner für die Hoch- und Höchstbegabten fungiert. CBF ist die Abkürzung für unsere Coaches für Begabungsförderung und bezeichnet die fünf Lehrkräfte an unserer Schule, die als Coaches jeweils einen der Begabungsbereiche betreuen und für diese als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Wer sind die Ansprechpartner für Begabtenförderung am GymBo?

Die Ansprechpartner sind zum einen die Fachkraft für Begabtenförderung (FBF) als Expertin und Koordinatorin für die Begabungsförderung an unserer Schule, die Coaches für Begabungsförderung (CBFs) als Experten für die fünf unterschiedlichen Begabungsbereiche sowie unser Sonderpädagoge, Herr Czerwinski, und unsere Beratungslehrerin, Frau Kaufmann, die für Testungen und bei Problemen zur Verfügung stehen. Des Weiteren gibt es noch das die Beratungsstelle für besondere Begabungen (BbB), Das Regionale Beratungs- und Bildungszentrum (ReBBz) sowie das Landesinsitut Hamburg (LI), die bei Fragen oder Interesse an einzelnen Themen kontaktiert werden können.

Was sind die Aufgaben der Coaches?

Die Coaches für Begabungsförderung sind Lehrkräfte unserer Schule, die als Experten in ihrem Begabungsbereich fungieren und geschult sind in den Maßnahmen und Angeboten für Schüler mit besonderen Begabungen in den verschiedenen Fächern ihres Bereichs. Sie haben einen Überblick über alle integrativen Maßnahmen und additiven Angebote und stehen im direkten Austausch mit Fachleitungen, Klassenleitungen und Fachlehrern. Sie nehmen die Diagnostik für unsere Schüler vor, verwalten die Portfolios und begleiten die Maßnahmen und Angebote der Schüler ihres Bereichs bis zum Schulabschluss. Bei Bedarf werden durch sie auch Unterrichtsbesuche mit Hilfe von auf den Begabungsbereich ausgerichteten Beobachtungsbögen durchgeführt. Sie beraten darüber hinaus Schüler, Eltern und Lehrer bei Problemen oder Fragen durch Kontakt mit der BbB, dem ReBBZ sowie dem LI Hamburg.

Wann und wie kann ich die Ansprechpartner kontaktieren?

Die Sprechzeiten und Kontaktdaten unserer FBF und CBFs sind in deren Profilen auf unserer Homepage zu finden. Zu Beginn des Schuljahres, zum Halbjahr und zum Ende des Schuljahres findet jeweils ein gemeinsames jahrgangsübergreifendes Treffen von den Coaches mit den Schülern ihres Begabungsbereiches statt. Dieses dient dazu, den jeweiligen Coach kennen zu lernen, Kontakte mit anderen Schülern mit einer ähnlichen Begabung zu knüpfen, Fragen zu beantworten, Ideen, Wünsche und Probleme auszutauschen sowie weitere Treffen und Projekte zu planen.

Woran erkenne ich, dass ein Schüler oder eine Schülerin eine Hoch- oder Teilbegabung hat?

Das ist manchmal gar nicht so einfach. Leider kommt es häufig vor, dass diese Schüler im Unterricht nicht unbedingt als solche auffallen, gerade wenn diese sich nicht im Klassenverband hervortun wollen oder Underachiever sind. Auf der anderen Seite kommt es auch vor, dass Eltern glauben es läge bei ihrem Kind eine besondere Begabung vor, die nur nicht erkannt sei, gerade weil dieses nicht die Leistungen erbringt oder im Unterricht stört. Dies ist auch der Grund, warum wir eine ausführliche Diagnostik mit Hilfe unserer Checkliste durchführen, um sicher zu stellen, dass das Gesamtbild (und nicht nur die alleinige Einschätzung von Eltern oder Lehrer) als Entscheidungsgrundlage genommen wird! Hinweise für eine Hoch- oder Teilbegabung sind auf jeden Fall zunächst überdurchschnittliche Unterrichtsergebnisse, KERMIT-Testungen mit Sternchen sowie eine derartige Einschätzung durch die Klassenleitung und Fachlehrer.

Was bedeutet Underachiever?

Underachiever sind Schüler, die im Unterricht aus unterschiedlichen Gründen (fehlende intrinsische Motivation, Langeweile durch Unterforderung, geringes Selbstbewusstsein, mangelnde Selbstorganisation, Konzentrationsschwäche, soziale Probleme) ihr Potential nicht ausschöpfen können oder wollen. Diese sind teilweise schwer zu erkennen, da das Zeugnis nicht unbedingt die Leistungsfähigkeit widerspiegelt. Darüber hinaus kommt es in nicht wenig Fällen sogar dazu, dass Unterrichtsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten vorliegen, die die Begabung zunächst verdecken. Hier gilt es eine ausführliche Diagnostik sowie ggf. eine Testung durch unseren Sonderpädagogen oder die BbB durchzuführen. Sollte die Diagnostik eine Hoch- oder Teilbegabung ergeben, werden individuelle integrative Maßnahmen und/oder additive Angebote gemeinsam mit der Klassenleitung, dem Fachlehrer und dem Schüler entwickelt.

Wie kann ein Schüler oder eine Schülerin in das Begabungsförderprogramm aufgenommen werden?

Der Vorschlag für Maßnahmen und/oder Angebote im Bereich der Begabtenförderung erfolgt vornehmlich in den Zeugniskonferenzen zum Halbjahr und Schuljahresende über die Klassenlehrer und Fachlehrer. Es ist jedoch auch möglich einen auffälligen Schüler nach Rücksprache mit der Klassenleitung im laufenden Schuljahr bei der FBF oder dem entsprechenden Coach zu melden. Diese würden dann eine Diagnostik mit Hilfe der Checkliste für Begabungsförderung vornehmen. Im Fall von Abweichungen oder Unklarheiten kann durch den Coach mit Hilfe unserer speziell entwickelten Beobachtungsbögen für die jeweiligen Begabungsbereiche auch eine Hospitation im Unterricht vorgenommen werden. Sollte dann eine Hoch- oder Teilbegabung vorliegen, wird der für den Schüler oder die Schüler ein Portfolio angelegt, welches die Fördermaßnahmen bis zum Verlassen der Schule dokumentiert.

Was wird bei KERMIT getestet, wann sind die Ergebnisse einsehbar und was wird mit diesen gemacht?

Unter dem Motto „Kompetenzen ERMITteln“ führen alle Hamburger Grundschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien seit dem Schuljahr 2012/2013 standardisierte Tests durch. Mit KERMIT wird festgestellt, inwieweit die schulischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler den Anforderungen der nationalen Bildungsstandards und der Hamburger Bildungspläne entsprechen. Die Testergebnisse informieren die Lehrkräfte über fachbezogene Stärken und Schwächen ihrer Lerngruppe.

 

KERMIT findet statt in den folgenden Fächern der jeweiligen Jahrgangsstufen:

Klasse 5: Deutsche, Mathematik, Naturwissenschaften, Englisch

Ermittlung der Lernausgangslage zu Beginn der weiterführenden Schulen

Klasse 7: Deutsch, Mathematik, Englisch, Naturwissenschaften

Ermittlung der Lernentwicklung in den ersten beiden Jahren der Sekundarstufe I

Klasse 8: Deutsch, Mathematik, Englisch bzw. Französisch

Ermittlung der Zwischenbilanz der Kompetenzen mit Blick auf die Bildungsstandards am Ende Klasse 9

Klasse 9/10:  Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften, Englisch

Ermittlung des Leistungsstands und der Lernentwicklung bis zum Abschluss der Sekundarstufe I

 

Am Gymnasium Bornbrook werden die KERMIT-Ergebnisse von der Schulleitung bzw. den jeweiligen Stufenkoordinatoren an die Klassenleitungen weitergeleitet.

 

Erhebung

Testtermine

Ergebnisrückmeldung

KERMIT 5

September/Oktober

Ende November

KERMIT 7

September/Oktober

Ende November

KERMIT 8

Februar/März

Ende April

KERMIT 9

Januar/Februar

Mitte April

KERMIT 10

September/Oktober

Mitte November

 

Schülerinnen und Schüler, deren Testergebnisse ein besonderes Begabungspotenzial vermuten lassen, sind mit einem Pluszeichen „+“ markiert (ca. fünf Prozent der Hamburger Schülerinnen und Schüler).

Weiterführende Informationen zu KERMIT finden Sie im Internet unter den folgenden Links:

www.kermit-hamburg.de

www.lernstand.hamburg.de

Welche Testungen auf Hochbegabung gibt es, wer führt diese durch und wann sollte sie gemacht werden?

Wichtig ist zunächst einmal, dass Testungen auf Hochbegabung allgemein nur dann durchgeführt werden sollten, wenn die Diagnostik von Seiten unserer Coaches kein deutliches Bild ergibt bzw. Probleme bei dem Schüler vorliegen! Es gibt unterschiedliche Testungen auf Hochbegabung, die jeweils auch verschiedene Schwerpunkte und Aufgabenstellungen haben. Je nachdem wann im Schuljahr welcher Test durchgeführt wird, kann es durchaus zu Abweichungen der Ergebnisse kommen. Auch spielen die Motivation und der Gemütszustand des Schülers eine Rolle. Daher sind die Ergebnisse sicherlich valide, jedoch sollten sie nicht als alleiniges diagnostisches Mittel genutzt werden.  An unserer Schule werden CFT-Testungen auf Hochbegabung durch unseren Sonderpädagogen Herrn Czerwinski sowie unsere Beratungslehrerin Frau Kaufmann durchgeführt. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit komplexere Testungen durch die Beratungsstelle für besondere Begabungen durchführen zu lassen.

Was bedeutet integrative und additive Förderung?

Integrative Förderung beinhaltet alle Maßnahmen, die für Schüler mit einer besonderen Begabung durch den Fachlehrer innerhalb des Unterrichts vorgenommen werden. Dies kann unterschiedliche Formen haben und beinhaltet generell herausfordernde Lernangebote, wie z. B. offene Hausaufgaben, komplexe Aufgabenstellungen, Projektarbeit, Präsentationsleistungen, Wettbewerbsvorbereitung, Lernen durch Lehren sowie ggf. auch Springen von Klassenstufen. Hier ist zu beachten, dass diese Maßnahmen nicht zusätzlich erfolgen und erst gestellt werden, wenn Pflichtaufgaben abgeleistet worden sind, sondern dass sie anstelle des regulären Unterrichtsmaterials mit mehr Möglichkeit zur individuellen Entfaltung gedacht sind! Entsprechend werden hier „Mut zur Lücke“ von Seiten der Lehrkraft sowie gleichermaßen die Fähigkeit des Schülers auch ohne viel Wiederholung Unterrichtsinhalte aufnehmen zu können verlangt. Derartige Maßnahmen sind oft mit einem zusätzlichen Aufwand sowie Umstrukturierung der Unterrichtsplanung für die jeweilige Lehrkraft verbunden, daher erfolgen diese meist auch nur gezielt und in gemeinsamer Absprache mit dem jeweiligen Schüler und Coach, wenn ein solches Vorgehen für eine individuelle Entwicklung notwendig erscheint. Momentan arbeiten wir gemeinsam mit den Fachschaften an einem Materialpool für die verschiedenen Begabungsbereiche sowie mit der Schulleitung an der Entwicklung einer passenden und leicht umsetzbaren Konzeption integrativer Maßnahmen für möglichst alle Fächer und Jahrgänge unsere Schule. Informationen und Materialien sind im Internet auf Iserv oder der Homepage der BbB zu finden.

Additive Förderung bedeutet Angebote, die über den Unterricht hinausgehen und von den Schülern zusätzlich in Anspruch genommen werden können, wie z. B. Wettbewerbe, Projekte und AGs. Hierzu haben die Coaches einen Überblick mit einer Auswahl an Möglichkeiten für jedes unserer Schulfächer, die je nach Interesse, Klassenstufe und Sozialform in Anspruch genommen werden können. Die additiven Angebote werden durch den jeweiligen Coach organisiert und betreut sowie ggf. durch den jeweiligen Fachlehrer unterstützt.

Wann werden die Maßnahmen und Angebote durch den Coach gemacht?

Die integrativen Maßnahmen und additiven Angebote erfolgen in der Regel durch den Coach in Absprache mit dem Klassen- und/oder Fachlehrer. Grundsätzlich gibt es eine jahrgangsübergreifende Coaching-Zeit pro Woche für jeden der Begabungsbereiche, z. B. an einem Tag in der 7. Stunde. Das Coaching kann bei Bedarf auch flexibel von den Coaches eingesetzt werden und unterschiedliche Formen annehmen, wie z. B. offene Sprechstunden, gemeinsame Treffen, individuelle Unterrichtsbesuche zur Feststellung von Förderbedarf, Beratungsgespräche mit Eltern zum Thema Enrichment oder Akzeleration oder Betreuung von Wettbewerben und Projekten. Auch die LEGs sind der geeignete Ort, um den Verlauf der Förderung und ggf. weitere Möglichkeiten zu besprechen. Sollte eine intensive Betreuung von Seiten des Coaches erfolgt oder notwendig sein, kann dieser auch am LEG teilnehmen oder dieses führen.

Was passiert, wenn ein Schüler kein Interesse an einer Begabungsförderung hat?

Dann ist das vollkommen in Ordnung! Kein Schüler wird dazu genötigt die Maßnahmen und Angebote in Anspruch zu nehmen. Unser Ziel ist es, dass sich die Kinder und Jugendlichen an unserer Schule zu ihrem vollen Potential entfalten können und möglichst zufrieden ihre Schullaufbahn am Gymnasium Bornbrook absolvieren. Wenn ein Schüler bereits genügend ausgelastet ist oder kein Interesse besteht, dann ist dies durchaus positiv zu sehen. Wir legen jedoch für jeden Schüler mit einer Hoch- oder Teilbegabung ein entsprechendes Portfolio auf Grundlage der Checkliste und ggf. des Beobachtungsbogens an, um jederzeit darauf zurückgreifen und weiterhin Angebote zu machen zu können. Dies ist auch hilfreich, um bei Klassenlehrer- oder Fachlehrerwechsel den Informationsfluss aufrecht zu erhalten und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten zu vereinfachen.

Gibt es auch Möglichkeiten für Schülerinnen und Schüler, die nicht im Begabungsförderprogramm sind?

Unsere Schule bietet eine Vielzahl an Wettbewerben, AGs und Projekten an, die an alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule gerichtet sind.

 

Alle drei Jahre findet an unserer Schule der Talentwettbewerb "GymBo Talent" statt, bei welchem unsere Schülerinnen und Schüler jahrgangs- und fächerübergreifend ihre besonderen Talente der Schulöffentlichkeit zeigen können.

 

Zum Ende jedes Schuljahres werden traditionell an unserer Schule Ehrungen durchgeführt, bei welchen die besonderen Leistungen aller Schülerinnen und Schüler von der Schulgemeinschaft in den fünf Begabungsbereichen sowie für das jahrgangsbeste Zeugnis und soziales Engagement gewürdigt werden.

Erhalten Schüler und Schülerinnen, die Teil des Programmes sind auch ein Zertifikat oder ein Auszeichnung zum Ende ihrer Schullaufbahn?

Traditionell werden am Gymnasium Bornbrook zu jedem Schuljahresende Ehrungen für besondere Leistungen in den fünf Begabungsbereichen sowie für das jahrgangsbeste Zeugnis und soziales Engagement durchgeführt. Es erhalten alle Schüler Urkunden als Wertschätzung vor der Schulgemeinschaft. Darüber hinaus werden zum Abschluss der Schullaufbahn gemeinsam mit dem Abiturzeugnis Nachweise über alle über den Unterricht hinaus geleisteten Funktionen und Aktivitäten ausgegeben. Die Schüler haben die Möglichkeit ihre Teilnahme an unserem Programm für Begabungsförderung unter Angabe des Zeitraumes und der Maßnahmen bzw. Angebote anzuführen und ein Zertifikat für Bewerbungen oder ihre weitere berufliche Laufbahn zu erhalten.