Konfliktleitfaden

wie wir miteinander umgehen, wenn etwas nicht in Ordnung ist:

Anmerkung: Konflikte gehören zu jedem Lebensbereich dazu. Sie können am sinnvollsten geklärt werden, wenn die Beteiligten sich zeitnah miteinander (nicht übereinander) unterhalten.

 

Schritt 1: Wann immer etwas nicht stimmt, unklar ist, ungerecht erscheint oder Anlass zum Aufregen bietet, informieren sich Eltern, Lehrer und Schüler sofort gegenseitig, um eine Verbesserung zu erreichen. Nicht erst lange herum telefonieren oder sammeln, ob andere das auch so sehen.

 

Schritt 2: Jede Kritik wird dabei in jedem Fall zuerst an die betroffene Person gerichtet, um in einem klärenden, persönlichen Gespräch den Missstand aus der Welt zu schaffen. Schriftliche Beschwerden und Vorwürfe verschlimmern die Situation unnötig.

 

Schritt 3: Wenn das direkte Gespräch keine Lösung gebracht hat, kann man auf Hilfsangebote durch Klassensprecher, Elternvertreter, Mediation/Beratung oder Klassenlehrer zurückgreifen. Sie können die Situation der Beteiligten als Außenstehende oft neutraler verstehen, somit entschärfen und zum gegenseitigen Verständnis beitragen.

Hierbei sind alle am Gespräch Beteiligten zur Verschwiegenheit verpflichtet. In der Regel ist der Konflikt einvernehmlich zu klären.

Doch es ist sinnvoll, den Klassenlehrer schon mal in Kenntnis zu setzen, damit er informiert ist. Alle weiteren Schritte sind sonst aussichtslos.

 

Schritt 4: Der Klassenlehrer informiert die Abteilungsleitung über den Missstand und die erfolgten Schritte zur Lösung des Problems. Jetzt wird nicht gleich entschieden, sondern jedem Beteiligten die Möglichkeit zur Darlegung des Problems gegeben. Erst im Anschluss kommt es unter Einbeziehung aller Erkenntnisse zu einem weiteren gemeinsamen klärendem Gespräch.

 

Schritt 5: Sollte der Konflikt immer noch schwelen, wird die Schulleitung jetzt mit ins Boot geholt. Das Vorgehen ist das gleiche wie bei 4.

 

Tipps für ein erfolgreiches Gespräch:

·         sich Zeit und einen ruhigen Raum nehmen

·         dem Anderen zuhören

·         unterschiedliche Wahrnehmungen zulassen

·         Raum für Fragen und Erläuterungen lassen

·         erst nach Lösungen suchen, wenn alles gehört wurde

·         und sich dann gemeinsam auf den Weg machen