Exkursionen und Praktika

Ein Tag in der Ausstellung ,,Guck mal, Energiewende“

Am 6. Juni 2014 besuchte unsere Klasse gemeinsam mit unser Chemielehrerin
Frau Krömer die Ausstellung ,, Guck mal, Energiewende“ in der Hafencity.
Unseren Weg dort hin bestritten wir eigenständig mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Der gemeinsame Treffpunkt war ein Abenteuerspielplatz in Nähe der U-Bahnstation Überseequatier.
Nachdem wir alle eingetroffen waren, kamen wir schließlich bei der Ausstellung an.
Hier begrüßten uns zwei sehr nette Herren, die uns zunächst einmal eine Eintrittskarte in die Hand drückten.
Sie machten uns darauf aufmerksam, dass auf jeder Karte eine Frage stünde und dass wir am Ende des Workshops 10 ausgeloste Fragen von diesen entweder einzeln oder in einer Gruppe beantworten müssten.
Dann begann auch schon der Workshop. Zunächst wurden wir gefragt, welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, Energie zugänglich zu machen. Und die beiden Herren haben uns diese auch an einem kleinen Beispiel (Kohlekraftwerk) erläutert.
An einem kleinen Modell der Erdkugel, die unter einer durchsichtigen Kuppel schwebte und mit einer Lampe, die die Sonne darstellen sollte, beleuchtet wurde, erklärten uns die beiden Herren den Treibhauseffekt.
Und dass es zwei verschiedene Treibhauseffekte gibt, nämlich einmal den natürlichen Treibhauseffekt und einmal den anthropogen Treibhauseffekt, der absichtlich von Menschen erzeugt wird und welche Vor- und Nachteile dies mit sich bringt.
Danach wurden wir in sechs verschiedene Gruppen eingeteilt und jede Gruppe bekam Fragen zu einer gewissen Energieart und dazu, wie sie geschaffen wird.
Wir bekamen 20 Minuten Zeit, um einen Vortrag vorzubereiten. Wir bekamen eine Liste mit Stichpunkten, die alle in unserem Vortrag vorkommen sollten und einen Laptop zur Recherche.
Nachdem die 20 Minuten vorbei waren und wir alle vorgetragen hatten, wurde die Gruppe zum Sieger gekürt, die am schnellsten war und deren Vortrag alle Stichpunkte enthielt.

Dies war im diesen Falle die Gruppe ,, Sonnenenergie“, die gerade mal 45 Sekunden brauchten.

Nach einer 15 Minuten langen Pause wurde uns an einem runden Brett mit kleinen Holztäfelchen, auf denen jeweils eine Energieart draufstand, gezeigt, wie viel Energie an welchem Teil des Tages verbraucht wird.
Dann wurde uns zunächst an einer Reaktionsgleichung und Grafik gezeigt wie aus Wasserstoff Energie für z.B. Autos gewonnen wird.
Dies sollten wir nun selbst an einem kleinem Experiment beweisen, und zwar indem wir mit einem Elektroauto einen Wettbewerb bestreiten mussten. Und dies mit selbstgewonnener und gespeicherter Energie aus Wasserstoff. Dies alles funktioniert mit einer Brennstoffzelle und Solarenergie.
Und da wir ziemliches Glück hatten, dass an diesem Tag die Sonne schien, gewannen und speicherten wir alle ziemlich viel Energie.
Dann ging es zur Startlinie, wer das Auto anstupste, wurde disqualifiziert.
Und los ging es! Wir alle hätten nie gedacht, dass die Autos so weit fahren. Mindestens 50 Meter. Das Auto, das am weitesten fuhr, gewann.


Und es freut mich sehr zu sagen, dass meine Gruppe am Ende mit einem deutlichen Vorsprung gewann.

Am Ende mussten wir ja nun noch die zehn Fragen beantworten.
Und wenn wir es schaffen würden, gäbe es für alle Franzbrötchen und als das unsere Klasse hörte, strengte sie sich noch einmal ganz besonders an. Und ich muss wirklich sagen, dass wir uns ziemlich gut angestellt haben, da wir keine einzige Frage falsch beantworteten.
Also hieß es am Ende Franzbrötchen für alle und die schmecken echt super.
Ich finde, dass der Ausflug und die Ausstellung sehr gelungen ist, da wir viele neue Dinge gelernt haben und es sehr interessant war. Außerdem hat es auch dazu angetrieben öfters mal mit dem Fahrrad zufahren, anstatt mit dem Bus oder Auto.


                    
                                                                                      Janina Schulz 9d

Ausflug der 10d ins Helmholtz-Zentrum Geesthacht

Die Fahrt zum Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) dauerte eine halbe Stunde. Gegen 9°° stiegen wir aus dem Bus aus und wurden sogleich von einem freundlichen Mann im weißen Kittel in eines der Häuser bzw. Labore geführt. Er stellte sich als Dr. Becker vor, wies uns an unsere Sachen im Nebenraum zu lassen und uns weiße Kittel anzuziehen.
Danach erklärte er uns, was eigentlich im HZG gemacht wird, welche Forschungsschwerpunkte es hier gibt. Auch erklärte er uns die Sicherheitsregeln, wie sie in chemischen Laboren üblich sind. Schließlich aber gingen wir einige im Elbwasser vorhandene Elemente durch und durften dann an den Tischen anfangen zu experimentieren. Auf unseren Plätzen fanden wir bereits Hefte mit den Arbeitsanweisungen und Kugelschreiber.

Zuerst wollten wir Calcium-Ionen in fünf Wasser-„Arten“, destilliertem Wasser, Vio, Gerolsteiner Medium, Leitungswasser und Elbwasser nachweisen.
Dafür sollten wir fünf Reagenzgläser mit jeweils einer Wasserprobe füllen, diese mit Ethansäure ansäuern und gründlich schütteln. Dann mussten wir vorsichtig 5 Tropfen Ammoniumoxalat-Lösung hinzugeben und … warten. Nach einer Weile haben wir unterschiedliche Niederschläge, d.h. Trübungen, feststellen können, und dort, wo der Niederschlag am stärksten war, dort waren am meisten Calcium-Ionen enthalten.
Das Ergebnis: Am meisten Calcium-Ionen sind im Gerolsteiner, dann im Elbwasser, auf Platz drei ist Leitungswasser, Vio folgt und zu guter Letzt war beim destillierten Wasser kaum bis gar kein Niederschlag zu erkennen, denn es ist entkalkt.
Uns wurde erklärt, wie die Trübung entsteht (Calcium-Oxalat ist schlecht wasserlöslich, weshalb ein Niederschlag entsteht) und wir machten mit dem zweiten, etwas aufwändigeren Experiment weiter.

Die Reaktion von Eisen (III)-Salz mit Gelben Blutlaugensalz.
Wir sollten eine Petrischale, eine sehr große, mit destilliertem Wasser füllen, bis der Boden gut bedeckt ist, und jeweils am linken Rand 1 kleine Spatelspitze Kaliumhexacyanoferrat-(II) hinzugeben und rechten Rand 1 kleine Spatelspitze Eisen-(III)-nitrat. Und dann mussten wir mal wieder warten.
Nach kurzer Zeit hat man gesehen, dass vom Eisen eine Art gelber Schleier ausgeht und immer größer wird, bis - ungefähr in der Mitte der Schale - ein blauer Strich entsteht und der gelbe Schleier sich nicht weiter in die Richtung ausweitet. Uns wurde erklärt, dass früher so Tinte gemacht wurde, das Blaue ist also Tinte, und dass man damit auch heute noch malen kann. Außerdem hat das Kaliumhexacyanoferrat-(II) sich genauso ausgeweitet, allerdings ist es durchsichtig geblieben.
Also haben wir den Schaleninhalt gründlich gemischt, jeder hat sich einen Pinsel genommen und wir wurden vorübergehend zu Künstlern.

Schließlich wurden wir zur Kantine geführt, wo es ausgesprochen gutes Essen gab, in der Folge haben wir auf dem Weg zurück zum Labor einen kleinen Umweg gemacht. Wir fanden eine kleine Ruine und Dr. Becker erklärte uns, dass früher an dem Ort ein Waffenlager des zweiten Weltkrieges stand. Außerdem hat Nobel an diesem Ort das Dynamit erfunden.

Zurück im Labor wollten wir im nächsten Experiment den Gehalt der Eisen(III)-Ionen testen.
Dafür mussten wir in ein Reagenzglas zwei Daumen breit Eisen(III)-Chlorid-Lösung geben. Dann mussten wir eifrig mischen, denn in den restlichen Gläsern mussten Mischungen von Eisen(III)-Chlorid-Lösungen und destilliertem Wasser gegeben werden, jeweils 1:10, 1:100, 1:1000 und 1:10.000 (den Mischvorgang zu erklären wäre an dieser Stelle zu aufwendig). Elbwasser kommt in das letzte Reagenzglas. Es wurden in alle Gläser 5 Tropfen Kaliumthiocyanat-Lösung und 3 Tropfen Salzsäure gegeben und geschüttelt. Es entstand eine knallrote Färbung, zumindest in der reinen Eisen(III)-Chlorid-Lösung und in der 1:10 gemischten. Danach wurden die Gemische immer heller, bis bei der 1:10.000 Mischung keine Färbung mehr erkennbar war. Anhand dieser Färbungen fanden wir heraus, dass Elbwasser ein ungefähr 1:100-Gemisch ist, vielleicht ein kleines bisschen mehr.

Zu guter Letzt haben wir die Calcium-Ionen in den Wasserproben bestimmt.
Also haben wir eine Bürette bis zur Nullmarke mit EDTA-Lösung gefüllt. In einen Messzylinder haben wir genau 100 ml der jeweiligen Wasserprobe gegeben und in den Erlenmeyerkolben gegossen. Danach wurde die Schutzbrille aufgesetzt, da wir 5ml Kalilauge hinzugeben mussten, und Kalilauge wirkt ätzend. Weiter mussten wir 7-9 Tropfen Indikator dazugeben und mischen, bis die Lösung vollständig rosarot ist. Nun wurde aus der Bürette langsam EDTA-Lösung in die von uns angefertigte Lösung gegeben, bis wir den Punkt erreicht hatten, an dem die Lösung das letzte bisschen rote Farbe verlor. Wir haben uns aufgeschrieben, wie viel EDTA-Lösung gebraucht wurde, um die Ergebnisse später mit der Klasse vergleichen zu können. Unsere Werte sind zum Großteil nicht von denen der Experten abgewichen.
Wir fanden heraus, dass der Wert der Ca2+-Ionen im Gerolsteiner am höchsten war, mit großem Abstand folgte das Elbwasser, mit sehr viel kleinerem Abstand Leitungswasser und dann das Vio.
Destilliertes Wasser haben wir ausgelassen, da es entkalkt ist.

So ging ein recht spannender Tag im HZG um, und gegen 14°° saßen wir dann alle im Bus Richtung trautes Heim, die Hefte und die Kugelschreiber in den Rucksäcken.

Rebecca Mühlfried, 10d