Gesellschaft

Auf Entdeckungstour

Um zu verstehen, wie die Welt um uns funktioniert, was Menschen und Kulturen prägt, wie Konflikte entstehen und wie sie auch gelöst werden können, sind die Fächer mit Gesellschaftsbezug ungemein wichtig. Zudem sind sie beim Übergang von der Grundschule zum Gymnasium neu und spannend!

Im Bereich der Gesellschaftswissenschaften werden am Gymnasium Bornbrook die Fächer Geografie und Geschichte ab Klasse 5 unterrichtet. Das Fach Politik / Gesellschaft / Wirtschaft (PGW) kommt ab Jahrgang 7 dazu. Ziel dieses Unterrichts ist es, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, gesellschaftliche Themen kritisch zu hinterfragen und den gesellschaftlichen Herausforderungen mit fundiertem Wissen konstruktiv zu begegnen.

Da das aber nun alles sehr wissenschaftlich klingt, lassen wir Kinder der Unterstufe zu Wort kommen, die ihren Eindruck von Geschichte und Geografie, zwei der neuen Fächer am Gymnasium, anschaulich schildern.  

Geschichte

„In der 5. Klasse haben wir das Fach Geschichte bekommen. Wir lernen dort vieles über die Vergangenheit, denn so verstehen wir die Gegenwart besser. Wir hatten z. B. das Thema Steinzeit, in der die Menschen Werkzeuge erfanden, die wir bis heute nutzen.“

„Das Fach ist sehr spannend, weil man so viel über das Leben früher erfährt. Es gab nämlich schon immer sehr kluge Menschen, nur konnten nicht alle schreiben und deshalb muss man immer gut kombinieren, um zu erkennen, wie das Leben früher war.“

Geografie

„In Geografie geht es darum, sich in der Welt zurechtzufinden, also: Karten lesen, Legenden verstehen und erstellen, den Maßstab berechnen, die Lage von Flüssen, Seen, Ländern, Kontinenten, Bergen und Meeren kennen… Wir haben gelernt, wie Vulkane aufgebaut sind und wie das Wetter entsteht.“

„Das ist alles ganz schön praktisch, denn wenn jetzt mal das Navigationsgerät im Auto kaputt geht, können wir unsere Eltern mit Hilfe einer Straßenkarte lotsen und die Wettervorhersage in den Nachrichten verstehen wir jetzt auch viel besser.“

PGW

In der 7. Klasse steigen wir in das Fach Politik – Gesellschaft – Wirtschaft, kurz PGW, ein. Politik ist eben nicht nur etwas für Erwachsene. Hier lernen wir, dass Politik alle angeht, z.B. bei der Mitbestimmung in der Schule, als Klassensprecher oder Klassensprecherin, im Schülerrat oder in der Schulkonferenz. Und wir nehmen das erste Mal das Grundgesetz in die Hand, in dem die Menschenrechte und vielleicht bald auch die Kinderrechte verbürgt sind.

Außerdem ist uns wichtig, wie wir in unserer Gesellschaft zusammenleben wollen, und wir erkennen, dass wir mit unserem Taschengeld nicht nur vieles einkaufen können, sondern Marktteilnehmer sind und damit auch Einfluss nehmen können. Wir machen Politik!

Religion

Am Gymnasium Bornbrook legen wir großen Wert darauf, dass der Religionsunterricht die Schüler*innen auf eine pluralistische Gesellschaft vorbereitet. Dabei setzen wir uns im Unterricht mit spannenden Lebensfragen auseinander: Was bedeutet Glaube für mich? Was ist der Sinn des Lebens? Wie kann ich Liebe und Wahrheit in meiner Umgebung erkennen?

Unser Religionsunterricht ist dabei wie eine Reise durch verschiedene Kulturen und Glaubensrichtungen. Die Schüler*innen lernen nicht nur ihre eigene Religion besser kennen, sondern begegnen auch anderen.

Glaubensrichtungen mit Offenheit und Neugier. Zum Beispiel könnten sie sich mit Geschichten aus der Bibel beschäftigen und gleichzeitig erfahren, wie diese Geschichten in unterschiedlichen Kulturen interpretiert werden.

Man mag sich fragen: Wie kann man Religion „lernen“? Tatsächlich geht es im Religionsunterricht nicht darum, Glauben oder Spiritualität zu lehren, als wären sie Fakten oder Formeln.

Stattdessen bietet der Unterricht den Schüler*innen die Möglichkeit, die Geschichte, Praktiken, Werte und Überzeugungen verschiedener Religionen zu erkunden. Es geht darum, ein tieferes Verständnis für die verschiedenen Glaubensrichtungen und Weltanschauungen zu entwickeln, die unsere Welt prägen. Durch diesen Ansatz können die Schüler*innen lernen, die religiösen Überzeugungen anderer zu respektieren, kritisch über eigene Glaubensvorstellungen nachzudenken und sich in einer multikulturellen Gesellschaft besser zurechtzufinden.

Unser Religionsunterricht ist dabei wie eine Reise durch verschiedene Kulturen und Glaubensrichtungen. Die Schüler*innen lernen nicht nur ihre eigene Religion besser kennen, sondern begegnen auch anderen

Glaubensrichtungen mit Offenheit und Neugier. Zum Beispiel könnten sie sich mit Geschichten aus der Bibel beschäftigen und gleichzeitig erfahren, wie diese Geschichten in unterschiedlichen Kulturen interpretiert werden.

Man mag sich fragen: Wie kann man Religion „lernen“? Tatsächlich geht es im Religionsunterricht nicht darum, Glauben oder Spiritualität zu lehren, als wären sie Fakten oder Formeln.

Stattdessen bietet der Unterricht den Schüler*innen die Möglichkeit, die Geschichte, Praktiken, Werte und Überzeugungen verschiedener Religionen zu erkunden. Es geht darum, ein tieferes Verständnis für die verschiedenen Glaubensrichtungen und Weltanschauungen zu entwickeln, die unsere Welt prägen. Durch diesen Ansatz können die Schüler*innen lernen, die religiösen Überzeugungen anderer zu respektieren, kritisch über eigene Glaubensvorstellungen nachzudenken und sich in einer multikulturellen Gesellschaft besser zurechtzufinden.

Philosophie

„Wissen“, brüllte Professor Nachtigaller in den Klassenraum und riss dabei seine Augen auf, bis sie so groß wie Untertassen waren, „Wissen ist Nacht!“ Das war ein Lehrsatz der Eydeetischen Philophysik, ein Fach, das nur an der Nachtschule gelehrt wurde. Professor Nachtigaller sagte öfter solche Sachen, wahrscheinlich um uns aus der Fassung zu bringen. Es steckte Methode in diesen scheinbar sinnlosen Behauptungen. Bevor man dahinterkam, dass sie völlig blöde waren, hatte man in alle möglichen Richtungen gedacht. Und das war genau, was Professor Nachtigaller wollte: Wir sollten denken lernen, und zwar in möglichst viele verschiedene Richtungen. (Aus Walter Moers: Die dreizehneinhalb Leben des Käpt’n Blaubär)

In der Philosophie geht es bekanntlich um Fragen, die man nicht durch Nachgucken oder durch Experiment entscheiden kann. Was bedeutet Freundschaft? Was ist Erfolg? Ist Religion eine gute Idee? Sind Gefängnisse eine gute Idee? Will ich eigentlich das, von dem ich glaube, dass ich es will?

Bei alledem ist nicht nur die Frage wichtig: „Was denke ich darüber?“, sondern viel wichtiger und interessanter sind die folgenden Fragen: „Was könnte man noch alles darüber denken?“ „Welche guten Gründe gibt es für das Gegenteil dessen, was ich denke?“ „Wohin bringt es mich, wenn ich das, was ich denke, konsequent weiterführe? Vor allem: zu welchen ungewollten Konsequenzen?“ 

Denn all diese Fragen führen dazu, deine Welt reicher und interessanter zu machen. Weil du nicht mehr nur eine Möglichkeit siehst, nur eine Interpretation, sondern viele. Philosophie führt weg von allem, was du für selbstverständlich hältst. Denn wenn sich alles von selbst versteht – wofür braucht man dann noch dich? Erst die Fragen, die wir stellen, machen die Welt interessant.

Philosophie-Unterricht ist dann erfolgreich, wenn du danach Dinge denkst, die du vorher nicht gedacht hast. Das liegt mindestens zur Hälfte in deiner Hand. Wenn du dazu bereit bist, dann wähle dieses Fach.

(Nebenbei lernst du in Philosophie sehr viel über Argumentation. Du wirst
alles und jedes begründen und widerlegen können und damit später in
deinem Leben andere Menschen zur Verzweiflung bringen – oder neue
Freundschaften schließen, mit Menschen, die so etwas auch toll finden. Klingt
gut, oder?)

Es gab schon immer sehr kluge Menschen, nur konnten nicht alle schreiben und deshalb muss man immer gut kombinieren, um zu erkennen, wie das Leben früher war.

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